Segel- und Motoryachten aus Mahagoni und Teak

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Die zwanziger Jahre

Baujahr 1928

1928 war ein ruhiges Jahr:

Ansonsten passierte weltweit politisch nichts Erwähnenswertes!

Die "Prosperität" der "glücklichen zwanziger Jahre".

Zwischen 1922 und 1929 jedoch besonders zwischen 1924 und 1928 lagen die "Goldenen zwanziger Jahre".

Deutschland

In Deutschland ging es nach der Währungsreform 1923 ökonomisch spürbar bergauf. Auch durch die zahlreichen amerikanischen Kredite blühte die Wirtschaft auf. Die Arbeistlosigkeit betrug in der Weimarer Republik im Sommer 1928 nur ca. 1 Mio. Auch die bis 1923 sehr unruhige politische Lage stabilisierte sich in den kommenden Jahren spürbar.
Die Epoche war gekennzeichnet durch die rapide technische Entwicklungen auf allen Gebieten.
Zwar hatte der Erste Weltkrieg die enorme Globalisierung der Märkte und der gesamten Weltwirtschaft zurückgeworfen. (Man war auf vielen Gebieten 1914 weiter als heute!) Aber die internationalen Wirtschaftsbeziehungen nahmen trotz Zollbehinderungen in den zwanziger Jahren wieder deutlich zu.

Auch segelsportlich kehrte man in Deutschland zur absoluten Normalität zurück: 1928 trat der DSV nach seinem Ausschluß aus dem Internationalen Wettsegelverband wegen des Ersten Weltkriegs wieder in die IYRU ein und nahm an der Segelolympiade teil.

Man genoß das Leben, wo immer man konnte. In weiten Kreisen der wohlhabenden Bürger herrschte weltweit ein selbstzufriedener Konservativismus. In den USA nannte der neue Präsident Hoover dies 1928 den "rugged individualism" (robusten Individualismus).

USA

Auch in den Vereinigten Staaten von Amerika kam es in den zwanziger Jahren zu einer ununterbrochenen Prosperität. Die USA entwickelte sich zur ersten Massenkonsumgesellschaft. Die Fließbandproduktion gab den Takt an. Man dachte dort nun in ganz anderen Größenkategorien. Nur so läßt sich verstehen, warum der New-Yorker Yachtclub aus sportlichen Erwägungen 1928 den schnellen Bau von sechs identischen Großyachten - nur zum Regatta-Segeln - in Auftrag gab: Massenproduktion wurde Standard.

Anitra

Als die 12-Meter-R-Yacht Anitra 1928 gebaut wurde, befand sich die Konjunktur und damit die gesamte Epoche - die goldenen zwanziger Jahre - gerade auf Ihrem Zenit. Dies spiegelt sich in der Yacht wieder.

Das Ende 1929

In der oftmals blinden Euphorie übersah man die ersten Anzeichen der Krise. und in der Tat ging diese Phase des fast weltweiten Wirtschaftswachstums im Bewußtsein der Menschen erst mit dem Börsenzusammenbruch am schwarzen Freitag, den 24.10.1929, zu Ende.

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