
Die filigrane Arbeit an allen Teilen im Innenbereich gestaltete sich aufwendiger als gedacht.
Ferner wurden aufgrund der unerwartet hohen Nachfrage nach Produkten der Martin-Werft zeitweise Facharbeiterkapazitäten in dringende Kunden-Projekte (z.B. zur Fertigstellung neuer Renn-Yachten für Meisterschaften) umgeschichtet.
Obwohl durch die laufenden Arbeiten Holzstaub auf dem Mahagoni liegt, erkennt man schon jetzt auf den ersten Blick die schönen Details.

Alle Einbauteile - es handelte sich um mehrere hundert - mußten in der Yacht vermessen, angepaßt, eingebaut, ausgebaut, verleimt und jeweils 10-mal lackiert werden.
Alle losen Teile wie z.B. Türen, Schapps, Schubladen, wurden in der Yacht vermessen, angepaßt, eingebaut, ausgebaut, zusammengeleimt, wieder eingebaut, ggf. nochmals angepaßt, dann ausgebaut und danach in der Werfthalle mehrfach lackiert.
Anschließend wurde sie erneut eingebaut und die Paßform nochmals getestet. Zum Schluß wurde alles wieder ausgebaut und in einer speziell belüfteten Halle gelagert.
Zugegeben: Das ist wenig spektakulär und produziert auch keine sensationellen Fotos. Aber gerade an diesen Detailarbeiten entscheidet sich für den Eigner, ob er sich in seiner Yacht wohl fühlt.
Alle festen Inneneinbauteile wurden anschließend mit Schutzhüllen versehen, damit die nun 6 Bootsbauer, welche gleichzeitig an der Anitra bauen, während der komplizierten Arbeiten keine der bereits vollendeten Teile beschädigen.
Letztendlich lohnt sich die viele Arbeit.

Zwar sind die Schubladen sowie Klappfächer alle entfernt, und man erkennt deutlich, daß hier noch gearbeitet wird. Aber die formschönen Leisten lassen trotz der feinen Mahagonispäne die Formschönheit bereits erkennen.